Die Gesundheit Ihres Geflügels ist die Basis für eine gute Legeleistung.

Wir haben von unseren Kunden, Kollegen und anderen Quellen einige alternative Hausmittelchen für die Gesunderhaltung Ihres Hühnervolkes für Sie zusammen gestellt.

 

Bierhefe

Wichtig für die Leber, sichert die Glutathionversorgung, entgiftet, fördert das Wachstum, stärkt das Immunsystem; enthält wichtige Mineralien

Dosierung: 1 Teelöffel Bierhefe unter das Futter mischen

 

 

Vogel- und Wacholderbeeren

 

Streut man im Herbst und Winter unter das Futter; schützt gegen Krankheiten

Durch die vielen ätherischen Öle, Invertzucker, Gerbstoffe und Flavonoide haben Wacholderbeeren eine verdauungsfördernde Wirkung und sind appetitanregend.

Anwendungsempfehlung: ca. 0,4 g/Tag und Tier (1 TL = ca. 3 g)

Wacholder bitte nicht überdosieren und max. 6 Wochen anwenden!

 

 

Eichenrinden Quercus robur

 

Eichenrinde hat antivirale und antihelmintische (gegen Würmer wirksam/Wurmmittel) Wirkung.

Im Frühling schält man die Rinde der Zweige dünner Äste (nicht vom Stamm) und lässt diese trocknen.

Anwendung: gegen Durchfallserkrankung und zur Wurmbehandlung

Dosierung: 1 Teil Eichenrinde mit 10 Teilen Wasser 15 bis 20 Minuten kochen, abkühlen lassen

 

Gut gegen Geflügelschnupfen:

Eine Handvoll Eichenrindenasche in einen Liter Wasser rühren, aufkochen, erkalten lassen und zum Trinken geben.

 

 

Kamille

 

Im Heißaufguss zubereitet eignet sich Kamillentee, um die Hühner gesund zu halten. Besonders bei der Entleerung des Kropfes soll man reichlich Kamillentee einflößen.

Aufgrund Ihrer ätherischen Öle und Flavonoide kann eine unterstützende Verwendung bei Magen- und Darmbeschwerden, bei Erkrankungen der Atemwege empfohlen werden.

 

 

Eibisch

 

Eibisch hat eine reizmildernde Wirkung auf Schleimhäute.

Durch Erhitzen werden die Schleimstoffe des Eibisch geschädigt und deren reizlindernde Wirkung vermindert. Deshalb wird hauptsächlich die Kaltansetzung ohne Erhitzen empfohlen.

1 KL mit 1/4 l Wasser kalt ansetzen!

 

 

Haferkörner

 

Leiden Hühner kurzfristig an Durchfall kann man ihnen geröstete und pulverisierte Haferkörner mit Baldrianwurzeln unters Futter mischen.

 

 

Pfefferminze und Majoran

 

Gerebelt und getrocknete Blätter unter das Futter mischen, unterstützen das Wachstum!

 

Pfefferminze hat eine unterstützende Wirkung auf die Verdauung, lindert Appetitlosigkeit, Koliken, Wurmbefall und ist beruhigend.

Minze wird in Form von Aufgüssen verwendet.

Auch bei Futterumstellung ist die Pfefferminze ein wertvoller Futterzusatz.

Dosierung: ca. 1 TL pro Huhn und Tag

 

 

Knoblauch

 

Mehrmals im Jahr kann Knoblauch angeboten werden. Das beugt Krankheiten vor und regt die Legetätigkeit an, hilft auch bei Wurmbefall!

 

Knoblauchsud: ca. 10 Knoblauchzehen kleinhacken, mit zwei Liter Wasser einmal aufkochen, einen Tag bei Zimmertemperatur ziehen lassen, als Trinkwasser reichen, eventuell einen Kaffeelöffel Honig beimengen

 

Knoblauchsaft verdünnt auf einen Wattebausch auftragen und Gefieder und Bürzel betupfen oder Knoblauchsaft verdünnt auf Gefieder sprühen - soll den Befall mit Vogelmilben reduzieren.

 

Zerquetschten Knoblauch und geriebene Karotten mit Topfen mischen und füttern –

Gute Vitaminversorgung und unterstützt gegen Würmer!

Ca. 30 g Karotten und zwei Knoblauchzehen auf 250 g Topfen (40 % Fett)

 

 

Karotten

 

Karotten werden direkt verfüttert oder als Saft verabreicht. Hilft bei Verdauungs- und Ernährungsstörungen und Wurmbefall.

 

Karottenbrei bei Durchfall:

500 g geschälte Karotten mit 200 ml Wasser dick einkochen und danach mit einem Liter Wasser aufgießen oder

 

Moro'sche Karottensuppe:

500 g geschälte Karotten in einem Liter Wasser 1 bis 1 1/2 Stunden kochen, dann die Menge wieder mit einem Liter Wasser auffüllen und einen gestrichenen Kaffeelöffel Salz hinzufügen.

 

Rohe Karotten immer mit etwas hochwertigem Pflanzenöl oder fettem Topfen mischen - wirkt positiv auf die Entwicklung, Fruchtbarkeit und unterstützt bei Wurmbefall.

 

Geschnittene und getrocknete Karotten sind ein gutes Beschäftigungsmaterial für Legehennen (hilft gegen Kannibalismus) und wirken sich positiv auf die Legeleistung und Dotterfarbe aus.

 

 

Kren - Meerrettich

 

Kren wird frisch oder getrocknet dem Futter beigemengt. Er wirkt appetitfördernd, verbessert den Allgemeinzustand und unterstützt bei Wurmkuren und Atemwegsinfekten (z. B. Schnupfen)

 

Krenwasser dem Trinkwasser beimengen

 

1 TL geriebenen Kren mit einem Liter Kamillentee aufkochen und etwas Honig hinzufügen; lauwarm verabreichen - unterstützt bei Geflügelschnupfen

 

 

Kürbis

 

frisches Kürbisfleisch grob gerieben und mit einigen grob zerkleinerten Kürbiskernen mischen - hilft bei Wurmbefall 

Bei Verwendung gegen Würmer einen Brei zubereiten aus:

ca. 4 EL Kürbiskerne zerstoßen und mit heißem Wasser übergießen

zusätzlich rohen Kürbis und/oder Kürbissaft verabreichen

 

Kürbiskernöl: als Wundheilmittel

 

 

Walnussblätter

 

Tipp von erfahrenen Kleintierzüchtern:

Getrocknete Walnussblätter (z.B. Laub im Herbst) unter das Einstreu geben, verhindert Milbenbefall

 

Im Sommer: Ast mit grünen Blättern aufhängen, verhindert Fliegen- und Gelsenplage im Stall

 

 

Oregano - Origanum vulgare

 

Wirkung: antibakteriell, verdauungsfördernd, appetitanregend, pilzhemmend und antiviral und gilt als natürliches Antibiotikum

 

Oregano wird zur Behandlung und Vorbeugung von pathogenen Magen- und Darmerkrankungen und Erkrankungen der Atemwege frisch oder getrocknet unters Futter gemischt oder als Oreganoöl im Trinkwasser verabreicht

 

Anwendung: 1 TL getrockneten Oregano mit 1/2 l Wasser übergossen, 10 Minuten ziehen lassen

 

 

Fenchel - Foeniculum vulgare

 

Wirkung: appetitanregend, verdauungsfördernd, unterstützend bei Darmbeschwerden und Entzündungen der oberen Atemwege, natürliches Wurmmittel

 

innerlich: Fenchelsamen aufkochen und zugedeckt ziehen lassen

äußerlich: Aufgüsse helfen bei Bindehautentzündungen

Fenchelöl vertreibt Ungeziefer

 

 

Löwenzahn

 

Löwenzahn ist eine ausgezeichnete Futterergänzung, der von den Tieren sehr gerne gefressen wird.

Er ist appetitanregend und hat einen hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalt.

Der frische Milchsaft soll bei Kokzidenbefall der Hühner sehr hilfreich sein.

 

 

Thymian - Thymus vulgaris

 

Thymian wirkt antibakteriell, antiviral und pilzhemmend und findet unterstützende Verwendung bei Atemwegserkrankungen.

Er kann sowohl frisch als auch getrocknet verwendet werden.

 

1 TL Thymian mit einem halben Liter Wasser aufkochen und ziehen lassen.

 

 

Apfelessig

 

Apfelessig ist ein bewährtes und altes Hausmittel, reich an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, organischen Säuren und Enzymen. Hilft der Verdauung, stärkt das Immunsystem und kurbelt den Stoffwechsel an.

Im Trinkwasser verhindert die Zugabe von Apfelessig die Bildung unerwünschter Keime.

Dosierungsempfehlung: alle zwei bis drei Tage einen Schuss Apfelessig ins Trinkwasser